Montag, 30. November 2009

James Morrison in Birmingham

Am Samstag war es endlich soweit. Ich konnte auf mein lang erwartetes Konzert gehen. James Morrison in Birmingham, mit One Republic als Vorband! Also bin ich Samstag gegen Mittag hier aufgebrochen und nach Birmingham gefahren. Leider sind die Engländer schon alle im Weihnachts-Shopping Fieber und der Bahnhof und die Innenstadt waren total überfüllt. Sicherlich trägt der gute deutsche Weihnachtsmarkt als spezielle Attraktion noch extra dazu bei. Jedenfalls war ich meine Pläne, noch ein wenig über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, angesichts der Menschenmassen gleich über Bord. Stattdessen machte ich mich direkt auf den Weg zu meinem Hostel. Dort angekommen, lief mir gleich eine andere Deutsche über den Weg, die jetzt in dem Hostel arbeitet. Man wird die Deutschen halt einfach nicht los, wir sind überall! Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir Deutschen immer noch die Welt erobern wollen, nur jetzt machen wir es auf eine sehr subtile Art und Weise, in dem wir in andere Länder reisen und Praktika machen oder arbeiten.

Nachdem ich meine Sachen verstaut hatte, bin ich dann wieder in die Stadt und habe mich doch zum Weihnachtsmarkt durchgeschlagen. Der Bratwurststand war aber leider so überfüllt, dass ich mich dann doch mit einer Bratkartoffel-Pilz-Pfanne zufrieden gegeben habe. Als ich dann nochmal zum Bahnhof bin um zu gucken, wann ich denn am Besten zum Flughafen fahren kann (die Arena ist direkt neben dem Flughafen), wurde plötzlich meine Strecke als gesperrt angezeigt, aufgrund eines liegengebliebenen Zuges. Allzu sehr an deutsche Verhältnisse erinnert und mit dem Gedanken im Kopf, dass ich wohl möglich mein Konzert verpassen, weil die Strecke nicht wieder geöffnet wird, bin ich dann schon einen Zug eher gefahren, der noch planmäßig fuhr. So war ich schon etwas eher am NEC. Das NEC ist ein riesiger Messekomplex und gleich angeschlossen ist die LG Arena, in der mein Konzert stattfand. Da im NEC gerade verschiedene Messen statt fanden, bin ich einfach ein wenig umher gelaufen und habe mir die Zeit vertrieben.

Dann endlich um 19.30 Uhr ging das Konzert los. Und ich war wirklich begeistert von One Republic. Ich kannte schon ein paar Lieder und fand sie auch wirklich gut, aber die Bühnenshow hat mich echt begeistert! James Morrison war natürlich auch super und von meinem Platz, obwohl ziemlich weit von der Bühne, hatte ich einen super Blick auf die Bühne. Ich bin immer noch begeistert und soooo froh, dass ich zu dem Konzert gefahren bin. Das war definitiv ein Highlight meiner Zeit in England!

Jetzt ist schon wieder der erste Advent vorbei und mit großer Freude habe ich heute festgestellt, dass ich ab morgen auch meinen Adventskalender öffnen darf. (Nochmal DANKE Mutti :D) In drei Wochen geht’s wieder nach Deutschland und dann sind es nur noch zwei Monate hier. Unglaublich, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich ernsthaft schon seit August hier bin. Es fühlt sich eher an, als wenn es erst ein paar Wochen sind! Naja, also euch allen noch eine frohe Vorweihnachtszeit!

Sonntag, 15. November 2009

Der lang erwartete Bericht

Da ich nun von mehreren Seiten Beschwerden bezüglich meines Blogeintrags, besser gesagt meines nicht vorhandenen Blogeintrages seit nunmehr 4 Wochen, erhalten habe folgt hier nun ein Update der letzten Wochen:

Am 23. Oktober machte ich mich auf den Weg zu meinem Cousin, da man ja auch nicht jedes Wochenende zuhause mit schlafen und fernsehen verbringen kann. (Können kann ich schon, aber ich will ja auch ein bisschen was sehen so lange ich hier bin.) Und wenn schon Verwandtschaft im Land ist, kann man die ja nerven gehen! Samstag war das Wetter dann leider nicht ganz so toll und wir haben die Zeit drinnen verbracht. Sonntag konnte ich dann meinen ersten Motorradausflug mitmachen. Ich muss sagen, daran kann ich mich gewöhnen. Ist ein tolles Gefühl auf dem Motorrad mitzufahren. Neben diesem Trip und einer Menge Wii spielen gab es noch richtig leckeres Essen. Beim Sonntagsbraten mit Kartoffeln und Gemüse kamen ein wenig die Erinnerungen an die gute deutsche Küche wieder. Man kocht alleine ja doch eher praktisch. Ich weiß also, dass ich mich definitiv auf das leckere Essen zu Weihnachten zuhause freue! Ansonsten ist im Oktober nicht mehr viel Spannendes passiert. Vielleicht kann ich mich auch einfach nicht mehr erinnern (ok, ich sehe, warum ich vielleicht öfters mal was hier schreiben sollte).

Letzte Woche war ich dann in London zum World Travel Market. Es war ein langer und ermüdender Tag. Der Bus nach London brauchte 3 Stunden und dann musste man sich von einem Ende von London noch mit der Tube und Bahn zum Messegelände durchschlagen. Dort angekommen hatten wir dann nur 3 Stunden auf der Messe selbst, bevor es wieder zurück ging. Diese 3 Stunden waren voll gepackt mit Terminen. Zunächst ging es zur Hyatt Hotelkette. Dort trafen wir zwei Sales Manager die ihre Hotels gerne in unser Portfolio aufnehmen wollten. Einer von ihnen war Deutscher und so haben wir uns auch ein wenig auf Deutsch unterhalten. Das war sehr angenehm. Danach haben wir uns noch mit einer Marketing Firma getroffen und ich hatte noch einen Termin mit der Sales Managerin eines griechischen Hotels in Athen. Die Zeit verging viel zu schnell. Nach einem kurzen Gang durch die andere Halle mussten wir auch schon wieder den Heimweg antreten. Alles in allem war es eine tolle Erfahrung, vor allem, weil ich eben bei Geschäftsterminen dabei sein durfte und so diese und eigentlich wichtigste Seite einer Messe kennengelernt habe. Nachdem ich m letzten Jahr auf der ITB war, kam mit der World Travel Market doch recht klein vor und einige der Stände konnte ich noch von der ITB wieder erkennen (es wird halt gerade überall gespart!). Aber ich hab die Fahrt nicht bereut, alleine schon, weil London einfach toll ist und als ich in der Tube war, wusste ich, dass ich bald nochmal nach London kommen muss!

Und weil das Reisen ja so viel Spaß macht, bin ich heute von einer weiteren Reise zurück gekommen. Am Freitag nach der Arbeit sind Annieke und ich nach Cardiff aufgebrochen. Schon am Morgen hatte ich die Wetterkarte gesehen, die Sturmregen und Überflutungen ankündigte. Am Bahnhof in Cheltenham angekommen, mussten wir erfahren, dass unser geplanter Zug aufgrund eines Hangrutsches auf der Strecke nicht fuhr. Also warteten wir fast eine Stunde am Bahnhof, bis ein anderer Zug mit 50 Minuten Verspätung endlich eintraf. Als wir dann 21:15 endlich in Cardiff waren, kamen uns Menschenmassen entgegen. Anscheinend hatte es am Abend ein großes Rugby Spiel zwischen Wales und Australien gegeben und gefühlt halb Cardiff war auf den Beinen. Leider war der Aufenthalt in Cardiff von massiven Regenschauern begleitet und daher weniger schön. Nach einer langen Nacht in Cardiff sind wir dann um 5 Uhr früh mit dem Zug in Richtung Holyhead aufgebrochen. Holyhead ist der Nordwestlichste Punkt von Wales. Von dort laufen die Schiffe nach Dublin aus. Es ist ein niedlicher kleiner Ort, jedoch im Sommer bei Wind unter 8o km/h und ohne Regen sicherlich viel schöner. Wir sind en wenig an der Küste entlang gelaufen, haben dann aber wegen oben genannten Wetter aufgegeben den ganzen Weg bis zum Leuchtturm zu laufen. Nachmittags haben wir dann den Zug nach Shrewsbury genommen, da wir dadurch den Heimweg für Sonntag halbieren konnten. Und Shrewsbury ist wirklich eine tolle Stadt. Überall kleine niedliche Fachwerkhäuser, was mich ein wenig an Wernigerode erinnert hat. In Shrewsbury hatten wir ein Zimmer in einem Gästehaus gebucht. Heute früh haben wir dann noch ein wenig die Stadt erkundet bevor es nach Birmingham ging. Dort gibt es nämlich seit dem 12. November (etwas früh wie ich finde) bis zum 23. Dezember den Deutschen Weihnachtsmarkt, da Birmingham die Partnerstadt von Frankfurt ist. Wir sind ein wenig über den Weihnachtsmarkt geschlendert und ich hab mich gefühlt wie ein kleines Kind im Spielzeugland. All die Dinge die ich von zuhause kenne und die traditionell mit Weihnachten verbunden sind, gab es dort zu kaufen. Glühwein, Bratwurst, Deutsches Brot und natürlich ganz viele gebrannte Mandeln, Lebkuchen und Stollen. Ich bin immer noch ganz begeistert und freue mich schon, wenn ich im Dezember mit Mike nochmal hin fahre. Dem einen Standbesitzer konnte man den deutschen Akzent so deutlich anhören, dass ich meine Wurst einfach auf Deutsch bestellt habe. Er schien sichtlich erleichtert! ;)
So, das war jetzt eine ziemlich lange Zusammenfassung der letzten Wochen. Um einen kleinen Ausblick zu geben, in zwei Wochen fahre ich nochmal nach Birmingham für das James Morrison Konzert (freu, freu, freu) Am 3. Dezember findet unsere Arbeitsweihnachtsfeier statt und ich habe so die Vermutung, das wird sehr, sehr, sehr feucht fröhlich! In einem Monat geht es auch schon wieder heim führ Weihnachten. Ich werde versuchen mich vorher nochmal zu melden, versprochen! :)