Sonntag, 18. Oktober 2009

Kisten schleppen und ein Schreibtisch mit Neidfaktor

So, schon wieder eine Woche vorbei. Jetzt habe ich schon 9 Wochen Praktikum hinter mir. Neun Wochen Praktikum auf meiner alten Etage. Ab Montag geht es an den neuen Arbeitsplatz. Der befindet sich zwar nur eine Etage über meinem alten, aber ist definitiv besser. Die Tische in unserer Reihe haben einen absoluten Neidfaktor, jedenfalls höre ich von jedem, der nicht so einen Schreibtisch hat, wie toll unserer doch ist! :D Naja, und näher am Fenster bin ich jetzt auch. Der einzige Nachteil ist, dass ich meine Position abseits von allen Blicken verloren hab, das heißt E-Mails checken während der Arbeitszeit muss jetzt wohl eingestellt werden. Vor allem da der Chef jetzt sein Büro genau hinter mit hat. Aber der ist sonst echt super drauf. Am Freitag hat er spontan für die gesamte Etage Pizza ausgegeben. Anlass war unser letzter Tag auf der Etage und jeder hat eine eigene Pizza bekommen und dann durfte man sich auch noch 3 Beilagen aussuchen. Wenn das mal nichts ist??? So lässt es sich doch Leben. Dann habe ich gestern noch von 10-17 Uhr beim Umzug geholfen, für den atemberaubenden Stundenlohn von £12.50. Somit ist also über eine Woche Gehalt an einem einzigen Tag reingekommen. Das heißt wohl, dass ich mit meinem nächsten Gehaltscheck definitiv shoppen gehen sollte! ;)
Nach dem ganzen Umzugsstress bin ich noch zu Annieke gefahren. Sie hat dann für uns beide gekocht, sehr lecker. Dadurch habe ich auch gleich mal einen anderen Teil von Cheltenham gesehen. Eine etwas feiere Gegend würde ich sagen, jedenfalls im Vergleich zu meinem Studentenwohnungsviertel. Ich sollte die Stadt noch etwas besser erkunden so lange ich hier bin, es gibt bestimmt noch einiges zu entdecken.

Naja, ansonsten ist nicht viel passiert, außer das Chris jetzt ein neues Spiel für die Nintendo Wii hat und wir schon wieder eindeutig zu exzessiv damit spielen! :D Aber imaginäres Tischtennis oder Bogenschießen ist einfach zu cool.
Dann werde ich noch den restlichen Sonntag genießen und morgen wieder froh und munter in die neue Arbeitswoche starten. Ach ja und ich darf übrigens sicher nach London auf den World Travel Market im November. Ich freu mich so!

Grüße in die weite Welt!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Oxford

So hieß unser Ziel für diesen Samstag. Annieke, meine holländische Mitpraktikantin, und ich haben uns gestern auf den Weg nach Oxford gemacht. Da ja alle immer gesagt haben, wie toll es doch da ist, mussten wir uns natürlich selber überzeugen. Obwohl es die letzte Woche ziemlich regnerisch und kalt war und ich jegliche Hoffnung auf einen wettertechnisch angenehmen Trip aufgegeben hatte, wurden wir mal wieder positiv vom englischen Wetter überrascht. Strahlender Sonnenschein und halbwegs warme Temperaturen machten unseren Ausflug und das 4 stündige Laufen durch Oxford wirklich angenehm. Für Studenten ist es schon eine ideale Stadt. In fast jeden Laden bekommt man Studentenrabatt. Die Colleges selber sind einfach toll, fast alle haben einen kleinen oder großen eigenen Park und so findet man sich immer wieder mitten in der Stadt an einem ruhigen Plätzchen wieder. Ich habe auch endlich Postkarten gefunden, freut euch also alle schon auf baldige Post aus Oxford! ;) Da die Fahrt nach Oxford mit dem Bus und 1 ½ Stunden auch recht angenehm ist, werde ich diesen Ausflug vielleicht auch noch einmal wiederholen.

Ansonsten hatte ich letzte Woche wohl eine der besten Arbeitswochen. Am Dienstag hatten wir Vertreter eines Hotels in Kroatien zu Besuch. Da ich den Vertrag ausgearbeitet habe, durfte ich der Präsentation beiwohnen. Nachdem die eine Frau gemerkt hatte, dass ich es war die mit ihr telefonisch und über E-Mail in Kontakt stand, sah sie mich immer besonders an, wenn es darum ging, dass ein paar Leute von unserer Firma dem Hotel mal einen Besuch abstatten. Kroatische Hoteliers müssen mich besonders mögen, denn am Donnerstag hatte ich den Sales & Marketing Manager eines anderen kroatischen Hotels am Telefon, der mich unbedingt in sein Hotel einladen wollte, nachdem er erfahren hatte, dass ich es noch nicht gesehen hatte. Gleich nachdem ich aufgelegt hatte, hat er nochmal eine E-Mail geschrieben um die Einladung ‚offiziell‘ zu machen. Ich hab mir das Hotel im Internet angeguckt und ich hab absolut nichts dagegen mal für ein Wochenende kostenlos in ein schickes 5 Sterne Hotel zu fahren. Ich würde ja sogar den Flug zahlen, aber leider werde ich diese Möglichkeit wohl nicht bekommen. Schade, wenn meine Firma clever wäre, würden sie ihre Mitarbeiter solche Reisen öfter machen lassen. Kostet sie ja keinen Pfennig und die Mitarbeiter finden es toll! Zumal wir in unseren Verträgen ausdrücklich Tage zur Besichtigung durch unsere Firma verankert haben, ich finde diese Tage sollten auch genutzt werden!!!

Eine andere erfreuliche Sache ist, dass im November in London der World Travel Market ist, vergleichbar mit der ITB in Berlin. Jedenfalls habe ich mich da kostenlos angemeldet (ja, nicht wie bei der ITB, wo man schon als Student massig Geld für ein Ticket zahlen muss!) Naja, am Freitag kam dann das Ticket und wenn ich richtig Glück hab, darf ich mit Linda (meine Kollegin im Einkauf) im November nach London fahren. Claire, meine Chefin im Einkauf, hat schon mal bei ihrem Boss nachgefragt und es sieht gut aus, also drückt mir die Daumen! Das wäre dann definitiv eine super Abwechslung zum normalen Arbeitsalltag und vielleicht auch eine Gelegenheit mit ein paar Leuten aus der Branche ins Gespräch zu kommen. Das wiederum wäre sehr hilfreich, da ich immer noch nicht weiß, was ich ab März eigentlich machen will.

Die kommende Woche wird unsere letzte Woche in der ersten Etage unseres Bürogebäudes sein. Aus diesem Anlass wurden für nächstes Wochenende Helfer gesucht, die freiwillig ein bisschen beim Umzug helfen. Da in der Mail stand, dass wir Überstunden bezahlt kriegen, dachte ich, naja, Samstag noch ein paar Stunden ein paar Kisten schleppen tut mir nicht weh und bringt etwas Geld. In einer zweiten Mail stellte sich dann heraus, dass wir dafür £12.50 die Stunde kriege sollen. Jetzt hoffe ich, dass ich wirklich helfen darf, weil £12.50 das ist, was ich sonst für einen halben Tag bekomme. Das Geld ist also wirklich nicht zu verachten!
Soviel also erstmal an Neuigkeiten, bis bald!

Samstag, 3. Oktober 2009

Mit Musik geht alles leichter…

…so oder so ähnlich würde ich das Moto dieser Woche beschreiben. Da Annika diese Woche ihren letzten Arbeitstag hatte, nutzen ein paar von uns Praktikanten die letzte Möglichkeit und stürzten uns ins Cheltenhamer Nachtleben. Samstag ging es zunächst für ein paar Cocktails ins Slug and Lettuce und dann in die Salsabar La Tasca. Zum Abschluss des Abends ging es dann in den heillos überfüllten 21 Club. Am Montag war Moda unser Ziel. In diesem Studentenclub gibt es montags immer günstige Preise und was macht schon ein Kater am frühen Morgen auf der Arbeit, wenn ihn alle Praktikanten haben! ;) Nein, also so schlimm wars nicht. Weil die Vernunft und das Wissen im Hinterkopf, dass man ja doch wieder um halb acht aufstehen muss am Ende doch siegt, haben wir uns um kurz nach 1 Uhr morgens wieder auf den Heimweg gemacht.
Den Rest der Woche habe ich mich hauptsächlich damit beschäftigt mich wieder von meiner Erkältung zu erholen und mir dank hustender Mitbewohner gleich wieder die nächste einzufangen! Am Dienstag habe ich meinen ersten Film in 3D im Kino gesehen. Ich muss sagen irgendwie ist das schon ziemlich cool. Man sitzt da so mit dieser wahnsinnig nach 70er Jahren aussehenden Brille und teilweise hat man wirklich das Gefühl direkt im Film zu sein. Im Anschluss waren Mike und ich noch bei Nandos essen. Für jeden zu empfehlen, der gerne Geflügel isst!
Auf der Arbeit war es diese Woche auch ziemlich ruhig. Anscheinend wollte niemand so wirklich mit mir telefonieren, mein E-Mail-Postfach ist die ganze Woche über ziemlich vereinsamt. Also blieb mir nicht viel anderes übrig als Hotel und Zuliefererverträge in unser Computersystem zu laden, was nach 10 am Stück doch wirklich langweilig wird. Deshalb war ich am Donnerstag auch total begeistert als es hieß, dass ich Freitag doch schon mal mit Archivieren anfangen kann. Ok, das klingt jetzt nach mega Langweile. Vorab ist zu sagen, dass sich unsere Firma grad im Umbruch befindet, einige Tochterfirmen wurden gerade neu strukturiert und zudem wurden dank der Wirtschaftskrise ziemlich viel Mitarbeiter entlassen. Deshalb werden wir auch alle bis spätestens Ende Oktober eine Etage höher ziehen um Mietkosten zu sparen. Zu diesem Anlass müssen natürlich alle Akten geordnet und alte Sachen archiviert werden. Jetzt kommt das Gute an der Sache: zunächst einmal ist freitags Jeansday, also jeder kann in bequemen Jeans anstatt schwarzen Anzughosen kommen. Weiterhin darf man freitags auch Musik hören während der Arbeit. Was habe ich also gemacht? Richtig, habe Donnerstag nochmal die beste Musik auf meinen mp3 Player geladen und Freitag auf Arbeit dann von 12-17 Uhr Akten sortiert und nonstop Musik gehört. Man kann sagen, dass das eine ziemlich dümmliche Arbeit war und vielleicht nicht das, wonach man in seinem Praktikum sucht, aber es war gleichzeitig auch mal eine total stupide Arbeit ohne jegliches Nachdenken, zudem mit Musik versüßt, für mich genau das Richtige für Freitagnachmittag!
Bis demnächst! Liebe Grüße!

Freitag, 25. September 2009

Pay Day!

Heute gab es wieder Geld! Das ist ja bekanntlich immer gut. Ab Montag werde ich die einzige Praktikantin in meiner Abteilung sein. Giordana hatte heute ihren letzten Tag. Schon komisch, aber auf jeden Fall hab ich jetzt immer einen Platz zum Bleiben, falls ich mal in Sardinien lande!

Was ist zwischenzeitlich passiert: Petra hat mich besucht, das ist nun auch schon wieder 2 Wochen her. Es war super toll und das englische Wetter hat sich mit Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad auch von seiner allerbesten Seite gezeigt. Freitag nach ihrer Ankunft sind wir gleich traditionell Fish & Chips essen gegangen, Samstag gab es dann eine kleine Stadtführung mit Shoppingtour. Abends sind wir dann noch mit Mike und Paul weggegangen. Ich hab mich riesig über Petras Besuch gefreut, leider kann ich sie nicht so einfach in ihrem Praktikum besuchen, obwohl Neuseeland schon echt toll wäre!

Seit letztem Wochenende ist unser Haus auch endlich komplett voll. Was heißt das Entertainment technisch? Richtig, neben einer X-Box, Playstation 2 und 3 haben wir jetzt auch eine Nintendo Wii. So eine brauche ich auch! Definitiv! Ich hab das vorher noch nie gespielt, aber es macht so viel Spaß und man kommt ziemlich ins schwitzen beim imaginären Golf- oder Tennisspielen. Vor allem kriegt man einen monstermäßigen Muskelkater davon. Mich die Tag danach die Treppe hoch und runter gehen (besser humpeln) zu sehen war sicher ein sehr amüsanter Anblick. Aber die Schmerzen haben sich gelohnt, im Baseball Training habe ich gleich mal den Hauseigenen Rekord geknackt und das war es dann ja wirklich wert! Neben digitalem Entertainment bedeutet ein volles Haus aber auch, dass immer irgendjemand da ist, wird nicht langweilig hier und jetzt habe ich auch endlich alle 7 Mitbewohner kennengelernt. Ich hatte wirklich Glück, was ich da so von anderen Praktikanten und ihren abenteuerlichen Mitbewohnergeschichten höre, da geht es mir echt gut!

Seit Montag läuft hier wieder das neue Semester. Ich muss ja sagen, beklagen können sie die Studenten hier nicht, die sitzen ja mehr zuhause als in der Vorlesung, naja, eigentlich kann man die Uni hier wohl etwas mit unserer Zeit in Dänemark vergleichen. Ich bin wirklich froh, dass ich jeden Tag auf Arbeit gehen kann, wenigstens wird mir da nicht so schnell langweilig. Und jetzt wo Giordana weg ist und ich ihre Hotelverträge übernehme, habe ich gleich ein paar mehr Hotels die ich mit täglichen E-Mails nerven kann. Heute hatte ich meinen ersten Anruf aus Russland vom Kempinski Hotel. Wenn man sich das genau überlegt, ist mein Praktikum die perfekte Gelegenheit um Kontakte zu 5 Sterne-Hotels in ganz Europa aufzubauen.

Ja, ansonsten ist jetzt erstmal Wochenende, juhu! Also bis bald mit neuen Geschichten von der Insel, stay tuned!

Dienstag, 8. September 2009

Die ersten Tage im September...

Am Samstag bin ich nach Birmingham gefahren, um ein wenig zu shoppen. Die Einkaufsmöglichkeiten wurden mir von mehreren Seiten eindringlich empfohlen und da ich ja sowie so nix besseres zutun hatte, habe ich meine englische Bahnkarte genutzt und bin nach Birmingham gefahren. Und ich wurde nicht enttäuscht, The Bullring (so heißt das Einkaufszentrum, ich nehme an benannt nach der Bullenstatur direkt in der Mitte) ist ein tolles Einkaufzentrum. Das ganze streckt sich über drei Etagen mit einer Einkaufsstraße in der Mitte. Ich hab sogar ein H&M gefunden, ich kann euch sagen, ich war begeistert! ;) Abends hatte ich mich dann mit einigen meiner Mit-Praktikanten zum feiern in Cheltenham verabredet. Wir hatten ziemlich viel Spaß. In so einer lockeren Runde kommt man halt doch besser ins Gespräch als im Büro. Wir sind jetzt auch endlich komplett für das Winterhalbjahr. Ein paar Praktikanten werden uns Ende des Monats noch verlassen, dann sind wir nur noch 6 für den Winter. Wie auch schon in Dänemark besteht wieder ein eindeutiger Überhang an Deutschen! :D
Am Donnerstag werden wir eine kleine Feier auf Arbeit haben. Eine Mitarbeiterin feiert ihr 25 jähriges Firmenjubiläum. Zu diesem Anlass lässt sich sogar der Firmengründer und Oberboss aus den USA blicken. Er und eine Delegation anderer super wichtiger Mitarbeiter aus den USA werden am Donnerstag anreisen und unsere kleine Party als VIP Gäste aufwerten. Aus diesem Anlass kursieren nun schon seit einer Woche ständig Mails umher, die uns dazu auffordern doch bitte unsere Arbeitsplätze in Ordnung zu halten, damit alles fein aussieht, wenn der Chef kommt. Zusätzlich wurden wir Praktikanten heute aufgefordert am Donnerstag doch mit den Getränken und Häppchen zu helfen. Im Klartext heißt das also: Überstunden! Naja, wir dürfen ja auch Essen und Trinken und vielleicht ergibt sich ja sogar die Gelegenheit mit dem Chef persönlich ins Gespräch zu kommen. Vorausgesetzt natürlich ich unterlasse jegliche Missgeschicke à la Wein verschütten, Essensplatten auf den Boden schmeißen oder wichtige Persönlichkeiten verwechseln/ nicht erkennen. Dann sollte das eigentlich alles gut gehen und außerdem kann ich mich ja schon auf Freitag freuen, dann kommt mich nämlich Petra besuchen. Aus diesem Anlass wurde gestern sogar das Haus geputzt! Nein, das ist nicht ganz richtig. Der Anlass für unseren großen Hausputz gestern, war eine Hausinspektion die für heute angesetzt war. Aber immerhin, sonst hätte ich die Jungs ja doch nie dazu bekommen! ;) Mal gucken, wie lange sich die Ordnung hält!
Also, ich melde mich wieder! Grüße in die Welt!

Sonntag, 30. August 2009

Arbeit, Freizeit und englische Architektur

Hier mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Mir geht es wirklich sehr gut. Die zweite Woche im Büro ist auch schon vorbei und morgen ist Bank Holiday, heißt für mich, keine Arbeit! Sehr gut, langes Wochenende und dann nur noch eine 4 Tage Woche, so lässt es sich doch leben!
Die Arbeit macht immer noch Spaß. Bei einigen Arbeitsschritten stellt sich so langsam die Routine ein. Naja, vielleicht nicht ganz die Routine, aber das gute Gefühl, dass man weiß, was man machen soll, wenn man eine Aufgabe bekommt. Teilweise erledige ich einige Sachen schon selbstständig und wenn ich dann doch mal eine Frage habe, wird mir alles super nett erklärt. Am Dienstag und Mittwoch werde ich zusammen mit einer anderen Praktikantin einen kurzen Lehrgang im hauseigenen Computersystem besuchen. Ich arbeite zwar auch jetzt schon mit dem System, aber dann werden einige Dinge vielleicht doch etwas klarer. Plus, es bringt eine kleine Abwechslung in den Arbeitsalltag.


Die letzte Woche bestand neben Arbeit aus vielen Pub-Besuchen mit den anderen Praktis, weil viele jetzt mit ihrem halben Jahr fertig sind und der Abschied natürlich immer ein wenig begossen werden muss! Wenn ich dann nach hause kam haben wir meistens noch einen Film geguckt. Die ganzen ausgeliehenen Filme müssen natürlich auch wieder zurück geschafft werden, also waren Mike und ich gestern noch ein wenig in der Stadt unterwegs. Im Park in der Stadt gab es Live-Musik und wir haben eine Weile zugehört. Ich muss sagen, dass klang wirklich gut. Ich bin immer wieder beeindruckt, was man mit einer Akustikgitarre und einer guten Stimme alles so machen kann. Danach waren wir noch lecker italienisch Essen. Und zwar in einer alten Kirche. Ich weiß nicht, was das hier ist, aber die Engländer scheinen gerne alte ungenutzte Kirchen in irgendwas anderes zu verwandelt. Ihr müsst euch also einfach eine ganz normale Kirche vorstellen, in der an der Stelle des Altars die Küche ist und wo sonst die Sitzreihen sind, Tische für die Gäste. Ich fand das Ambiente jedenfalls ziemlich beeindruckend. Es gibt hier noch eine andere ehemalige Kirche, die jetzt ein Nachtclub ist. Sieht so aus, als hätten die Engländer die Lösung für ihr Platzproblem auf der Insel gefunden! Die Devise lautet Umbauen anstatt neu zu bauen. Jedenfalls war es ein wirklich toller Tag und das Wetter war auch super, kaum Wolken am Himmel und die Sonne war schön war. Sowas muss man hier ja ausnutzen, weil ich bei Sonnenschein ja doch meistens im Büro bin oder es früher oder später sowieso zur Regnen beginnt.
Wenn ich am Dienstag auf Arbeit gehe, ist schon wieder September. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Vor genau einem Jahr hat das Studium in Dänemark angefangen und in 6 Monaten ist mein Praktikum hier auch schon wieder vorbei. Aber bis dahin werde ich die Zeit hier weiter genießen und warte gespannt was da noch so kommt.
Bis bald!

Mittwoch, 19. August 2009

Einkaufen und Tee trinken...

…so oder so ähnlich könnte man meinen Praktikumsalltag beschreiben. Heute Morgen stand der Tee sogar schon an meinem Platz als ich auf Arbeit kam! :) Meine Jobbeschreibung klingt ein wenig wie aus einem Wunschtraum: Ich darf einkaufen gehen und zwar zu horrenden Preisen. (gestern habe ich einen Hotelvertrag abgeglichen bei dem die walk-in rates, also die Preise pro Nacht, wenn man nicht vorher bucht, bei 500 € lagen (man beachte, das ist nur ein Standardzimmer!!!)) In der Realität heißt das für mich allerding, tausende E-Mails schreiben um Preise anzufragen, die Antworten dann mit den Preisen vom Vorjahr zu vergleichen und die endgültige Fassung dann wieder als E-Mail zu versenden. Das hört sich jetzt vielleicht wirklich etwas langweilig und eintönig an. Aber ich muss sagen, bisher macht es mir eigentlich Spaß. Ich arbeite auch viel mit dem hauseigenen Computersystem und entdecke jeden Tag neue Funktionen. Auf jeden Fall wird es den ganzen Tag nicht langweilig. Wenn ich gerade mit einer Sache fertig bin, kommt entweder die nächste E-Mail, eine neue Aufgabe die ich lernen muss oder ein spontaner Gang zum Tee kochen. :)

Gestern habe ich dann auch ein paar der restlichen Praktikanten kennengelernt. Wir waren alle nach der Arbeit noch in einem Pub gleich um die Ecke. Leider sind viele jetzt mit ihrem Praktikum fertig. Im Winter werden wir nur noch 5 Praktikanten sein, mal sehen, wer da ab September noch so kommt.

Ansonsten läuft soweit alles super hier. Gut, abgesehen vom Reinheitsverständnis meiner lieben Mitbewohner. Ich denke nicht, dass es zu viel verlang gewesen wäre, dass sie sich als einzige sinnvolle Aufgabe am Tag mal dem Abwasch widmen. Ich kann ja auch mal 2 Wochen oder so einfach nix tun und nur rumgammeln, aber wie man das für 3 Monate am Stück aushält, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben!
Soviel zum ersten Bericht über die Arbeit. Mehr Infos folgen bald!